Andachten Freude, die nicht vergeht!
Freude, die nicht vergeht! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Benjamin Bürger   
Mittwoch, den 30. September 2009 um 10:51 Uhr

Die Freude ist ein überaus wichtiger Faktor, um ein glückliches Leben zu führen. Paulus ermutigt und ermahnt die Philipper in einem Brief immer wieder dazu, sich doch allezeit zu freuen: "Freut euch im Herrn allezeit! Nochmals will ich es sagen: Freut euch!" (Phil 4,4). Paulus schreibt diese Zeilen, als er im Gefängnis sitzt und mit seiner Hinrichtung rechnen muss. Man fragt sich, wie Paulus in dieser Situation dennoch Freude empfinden konnte. Im Philipperbrief sind verschiedene Antworten zu finden:

 

1. Weil Paulus die "Freude im Herrn" erlebte! (Phil 3,1; 4,4)

Diese Freude wird in einer lebendigen Glaubensbeziehung zu Jesus Christus erlebbar. Dabei ist Jesus selbst die Quelle der Freude! Diese Freude kommt also nicht aus uns selbst, sondern Jesus bewirkt sie in uns. Auch wir werden diese Freude erleben, wenn wir eine Glaubensbeziehung zu Jesus haben, gang gleich, wie unsere Umstände auch sind.

2. Weil die Gläubigen in Philippi am Evangelium festhielten! (Phil 1,3-6)

Für Paulus gab es nichts Schöneres, als wenn Menschen zum Glauben an Jesus kamen und am Evangelium auch nach vielen Jahren treu geblieben sind. Paulus ging es dabei in erster Linie um Menschen. Er liebte seine Mitmenschen und wollte nicht, dass sie zugrunde gehen und die Hölle erleiden müssen.

3. Weil Jesus Christus verkündigt und bekannt gemacht wurde! (Phil 1,18.19)

Paulus konnte sich auch deshalb freuen, weil seine Lage dazu diente, dass das Evangelium von Jesus noch größer rauskam und vermehrt verkündigt wurde. Paulus berichtet in Phil 1,14-17, dass es Prediger gab, die mit ihrer Verkündigung Paulus Schaden zufügen wollten. Paulus hingegen nimmt es locker: "Doch was soll`s! Es geht doch einzig darum, dass so oder so, aus echten oder unechten Motiven, Christus verkündigt wird, und darüber freue ich mich." (Phil 1,18)

4. Wenn die Gläubigen sich um Einheit und Liebe untereinander bemühen! (Phil 2,2)

Über eine Sache war Paulus hingegen jedoch nicht so erfreut. Es fehlte noch an Einheit, Einigkeit und an Liebe in der Kirche in Philippi! Deshalb schreibt er auch: "Macht meine Liebe dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, einander verbunden in ein und derselben Liebe" (Phil 2,2). Wie sieht es bei uns aus? Kann Jesus sich in dieser Hinsicht über uns freuen?

5. Weil Paulus bereit war, sein Leben für Jesus einzusetzen! (Phil 2,17.18)

Selbst wenn Paulus aufgrund des Evangeliums sein Leben verlieren müsste, würde er sich darüber freuen. Warum? Weil seine Feinde ihn aufgrund seiner Glaubensüberzeugung hinrichten wollten: Kriminell geworden ist er ja nicht (Paulus war auch weit entfernt davon, ein christlicher Fundamentalist oder ein potenzieller Selbstmordattentäter zu sein!). Die Philipper fordert Paulus dazu auf: Sie sollen seinen möglichen Märtyrertod nicht als Tragödie sehen, sondern ihm zu einem herrlichen Heimgang gratulieren.

6. Weil die Gemeinde seinen Dienst finanziell unterstützt hat! (Phil 4,10-20)

Paulus berichtet, dass er am Anfang seines Dienstes von keiner Gemeinde für seinen Unterhalt Unterstützung erfahren hatte, außer von den Philippern. Indem sie seinen Dienst finanziell getragen und für seinen Unterhalt gesorgt haben, haben sie auf diese Weise die Ausbreitung des Evangeliums unterstützt.

 

Freude ist ein unheimlich wichtiger Bestandteil unseres Lebens. "Allezeit" - auch in schwierigen Umständen - können wir durch Jesus Christus Freude erleben; eine Freude, die nicht von dieser Welt ist und die niemals vergeht. Zum Schluss sagt Paulus noch folgende Worte: "Lasst alle Menschen eure Freundlichkeit und Barmherzigkeit spüren" (Phil 4,5).