|
„Aber wir bauten die Mauer und schlossen sie bis zur halben Höhe. Und das Volk gewann neuen Mut zu arbeiten.“ (Nehemia Kapitel 3 Vers 38, die Bibel)
Die einstige Metropole Jerusalem war zerstört und verwüstet - die Tore niedergebrannt und die Stadtmauer schwer beschädigt. Jerusalem glich einem Schutthaufen. Und deren Bewohner waren ihren Feinden schutzlos ausgeliefert. Um die Stadtmauer wieder aufzubauen, brauchte es viele helfende Hände – das war eine große Aufgabe für die Jerusalemer Gemeinde. Natursteinmauerwerk ist eine sehr mühsame Arbeit. Nicht jeder Stein passt zum anderen. Die Bauleute müssen Hand in Hand arbeiten. Damit dieses Projekt überhaupt gelingen konnte, brauchte es also eine funktionierende Zusammenarbeit.
Die Jerusalemer konnten diese Aufgabe eigentlich nur gemeinsam bewältigen. Alle waren gefragt: Fachleute und Ungelernte, Enthusiasten und ...
Gemäßigte, Starke und Schwache. Bei aller Unterschiedlichkeit – sie waren aufeinander angewiesen. In Kapitel 3 (Nehemia) wird bezeugt, dass sich für dieses Projekt fast alle einreihten und bei der Sanierung der Stadtmauer tatkräftig anpackten.
Ähnlich ist es auch innerhalb einer Ortsgemeinde oder einem Hauskreis! Wenn das Projekt Gemeinde gelingen soll, ist jeder Einzelne gefragt und wichtig. Das Projekt Stadtmauer konnte nur gelingen, wenn möglichst viele tatkräftig mithalfen und ihre Ärmel hochkrempelten. Wer seinen Platz in der Gemeinde nicht einnimmt, seine Berufung nicht lebt und seine Gaben nicht einbringt, wird auf Dauer für eine Gemeinde zur Belastung und trägt aktiv dazu bei, dass die Gemeinde ein Schutthaufen bleibt, statt ein wunderschöner Bau. Wir alle sind gefragt, gemeinsam Hand in Hand mit anzupacken und uns einzureihen, statt uns vor der Verantwortung und unserer Berufung zu drücken.
Die Aufgaben innerhalb einer Gemeinde sind dabei so vielfältig, wie wir Menschen unterschiedlich sind: Der eine hat handwerkliche Fähigkeiten, ein anderer hat Stärken im Umgang mit Menschen, jemand anders ist wiederum technisch oder künstlerisch begabt, jemand anders ist ein guter Seelsorger, ein anderer kann gut mit Kindern oder mit älteren Menschen umgehen, jemand anders hingegen backt köstliche Kuchen und zaubert vorzügliche Speisen ...
Ich möchte jeden ermutigen, Verantwortung zu übernehmen. In diesem Jahr stehen für uns als Gemeinde sehr wichtige Themen an:
-
- Die Wahl der Gemeindeleitung/Ältesten am 16. März: Durch wen soll in den nächsten 4 Jahren die Gemeinde geleitet werden
- In den Osterferien (27. April – 1. Mai) führen wir mit dem Missionar Peter Franz eine Evangelisation durch, die in der Hospitalkirche stattfinden wird und wofür noch viele Helfer benötigt werden, die mit anpacken und mit dabei sind. Ich möchte jeden einzelnen von euch auch dazu ermutigen, für Personen aus der eigenen Lebenswelt, die Jesus noch nicht kennen, gezielt zu beten.
- Dann bewegt uns als Gemeinde die Baufrage: Bitte betet, dass auch hier die richtigen Entscheidungen getroffen werden.
- Darüber hinaus gibt es zahlreiche Arbeitsbereiche, in denen viele tatkräftig mitarbeiten und bereits eine tolle Arbeit leisten. Andererseits fehlen in manchen Bereichen noch tatkräftige Mitarbeiter.
Die Frage ist aber: Bin ich bereit, mich einzureihen und Verantwortung zu übernehmen? Möchte ich ein Mann / eine Frau nach dem Herzen Gottes werden? Möchte ich mein Leben Jesus hingeben, so wir er sein Leben für dich hingegeben hat? Möchte ich meinen Beitrag dazu geben, damit die Welt ein kleines Stück verändert wird und Menschen die unglaubliche Liebe Gottes erkennen können? Wirklich jeder von uns kann etwas dazu beitragen und ein Segen für andere und für Gott sein! |