Andachten Der ECHTE Gottesdienst
Der ECHTE Gottesdienst PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Benjamin Bürger   
Freitag, den 09. Juli 2010 um 08:39 Uhr

Römerbrief Kapitel 12 Vers 1

Ich bitte euch nun, Brüder und Schwestern, bei der Barmherzigkeit Gottes: Bringt euren Leib dar als lebendiges, heiliges Gott wohlgefälliges Opfer – dies sei euer vernünftiger Gottesdienst.

 

Nach dieser Textstelle ist der Gottesdienst keine sonntägliche Veranstaltung. Der echte Gottesdienst besteht nach Röm 12,1 vielmehr darin, dass wir unser ganzes Leben Gott als ein lebendiges Opfer zur Verfügung stellen und ein heiliges Leben vor ihm führen. Gottesdienst besteht demnach vor allem im gelebten Christsein, indem wir die biblischen Aufträge unter der Woche leben – nämlich:

1) Gebet und Anbetung Tag für Tag.

2) Gemeinschaft als Christen untereinander leben und pflegen.

3) Einen missionarischen Lebensstil führen und Zeugnis ablegen von der Wahrheit, „sei es gelegen oder ungelegen“ (2Tim 2,4).

4) Das Bleiben in der Lehre Jesu und der Apostel: indem wir sowohl Hörer als auch Täter des Wortes Gottes sind.

 

Ich hörte von einem Pfarrer, der an den Ausgang seiner Kirche folgenden Schriftzug anbringen ließ: „Jetzt beginnt der Gottesdienst“. Sprich: Das echte Gemeindeleben und der echte Gottesdienst findet innerhalb der Woche statt. Für mich dient der Sonntagmorgen vor allem ...

als ein Ort der Einheit, der Anbetung, des Feierns (über Jesu Erlösungswerk) und als Ort der Zurüstung. Man kann es auch so ausdrücken: Der Sonntagmorgen dient zur Zurüstung, damit wir innerhalb der Woche den echten Gottesdienst leben können.

 

 

In diesem Zusammenhang sind auch Kleingruppen wie z.B. Hauskreise, der Jugendtreff – sprich: Gemeinschaftsformen, in denen Christen sich in überschaubaren Gruppen treffen, um gemeinsam den biblischen Auftrag zu leben, von wichtiger Bedeutung. „Ein Christ allein geht ein“, aber gemeinsam sind wir stark. Jeder Christ sollte deshalb Teil einer Kleingruppe sein und/oder ein Netz von Freunden um sich haben, mit denen er regelmäßig geistliche Gemeinschaft pflegt und mit denen er gemeinsam die biblischen Aufträge in seinem Alltag umsetzt und lebt.

 

In einer Predigt fragte ich: Wo stehen wir als Gemeinde und als einzelne Christen? Können wir sagen, dass wir als Gemeinde eine intakte geistliche Familie sind? Können wir sagen, dass wir entsprechend unseres Gemeindenamens eine ‚Volksmissions’-Gemeinde, die für das Volk da ist, sind? Können wir sagen, dass wir entsprechend Röm 12,1 den echten Gottesdienst innerhalb der Woche leben und praktizieren? Sind wir bereit, ein aktiver Teil der Gemeinde Jesu zu sein und in unsere Berufung hineinzuwachsen? Sind wir bereit, selbst von Gott hören zu wollen, statt das Hören von Gott an die Leiter zu delegieren?

 

Ich wünsche mir, dass wir eine „Gemeinde mit Herz“ sind, die unter der Woche den echten Gottesdienst lebt und sich durch Hingabe und Liebe zu den Mitmenschen auszeichnet. Doch alleine sind wir schwach und können scheitern. Gemeinsam aber werden wir viel bewegen können und Gott wird sich durch uns verherrlichen.