Andachten Praktische Impulse für das „Jahr der Stille 2010“
Praktische Impulse für das „Jahr der Stille 2010“ PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Karin Popp   
Dienstag, den 13. April 2010 um 08:04 Uhr

Im letzten Gemeindebrief hab ich über das „Jahr der Stille“ geschrieben und aufgezeigt, wie wichtig es auch für Jesus war, Zeiten der Stille zu haben um aufzutanken in Gottes Gegenwart. Jesus lebte in einem Wechsel zwischen Arbeit/Dienst und Zeiten der Zurückgezogenheit. Diese Zeiten der Stille vor Gott waren für ihn absolut wichtig. Er ließ sich diese Zeiten nicht rauben. Er hat sie eingebaut in seinem Lebensrhythmus. Und von Jesus dürfen wir lernen.

Auch für uns ist es wichtig solche Auszeiten zu haben. Wenn wir ständig mit Vollgas unser Leben leben, so brennen wir mit der Zeit aus. Auch wir brauchen, so wie Jesus, Zeiten der Ruhe, Entspannung und Gemeinschaft mit unserem himmlischen Vater. Zeiten, wo wir zur Quelle kommen und trinken, bei ihm, und wo wir danach wieder frisch gestärkt an unser Werk gehen können.

 

Wie Eltern für ihre Kinder Einschlafrituale haben, so tun auch uns Rituale gut und helfen uns, zur Ruhe zu kommen. Ganz frei können wir das einbauen, was uns gut tut. Hier einige Beispiele:

a) Plane eine feste Zeit ein – Feste Zeiten werden zu einer Gewohnheit für uns und es wird für uns ganz normal es umzusetzen, wie Schlafen und Essen.

b) Habe feste Formen oder auch Symbole – Manchem hilft es eine Kerze anzuzünden oder eine kleine Lampe. Manchem dieselbe Art von Musik, oder ein Andachtsbuch oder ein Lied.

c) Habe einen festen Ort – Einen Sessel in der Leseecke, dasselbe Zimmer, ein ungestörter Platz, eine Strecke zum Spazierengehen oder eine Ecke im Garten.

 

Jesus hatte ein inneres Verlangen nach Gemeinschaft mit seinem himmlischen Vater. Auch uns drängt es Gemeinschaft mit ihm zu haben und in dieser wunderbaren tiefen Verbundenheit zu ruhen und gestärkt zu werden.

Es tut uns gut immer wieder diese Nähe, diese Stille Zeiten zu suchen. Praktische Möglichkeiten:

- Nach einer großen Anstrengung, schalt mal ab und tanke bei Gott auf.

- Such Dir täglich eine Zeit heraus, so wie Dein Terminkalender es am besten zulässt, und nimm `ne Auszeit (vielleicht sind die Kinder gerade in der Schule; oder abends wenn es still im Haus geworden ist).

- Wöchentlich mal ein paar Stunden zu entspannen und mit Gott ins Gespräch zu kommen (vielleicht ein Sonntagsspaziergang oder ein stilles Fleckchen wo Du die Sonnenstrahlen genießt und zur Ruhe kommst).

- Vielleicht baust Du auch ein paar Mal im Jahr Zeiten, Tage der Reflektion ein, um über einiges in Deinem Leben nachzudenken (Bin ich an dem Platz wo Gott mich haben will? Wie war das letzte viertel Jahr? Trag ich Ballast mit mir herum? Gibt es Sachen zu klären oder zu bereinigen. Ist mein Lebensrhythmus okay? Wie geht es mir? usw.)

- Oder Du nimmst jedes Jahr mal ein paar Tage Auszeit z.B. in einer Kommunität oder alleine an einem einsamen Ort?

 

Lasst uns solche Zeiten der Stille vor Gott einbauen! Lasst uns von Jesus lernen und seine Sichtweise und seinen Lebensrhythmus umsetzen und leben!