Andachten Stille – eine Bereicherung für unser Leben

Termine :

Sonntag 12.09.2010 09:30 Gottesdienst Predigt: Benjamin Bürger

Sonntag 19.09.2010 09:30 Gottesdienst Predigt: Karin Popp

Sonntag 26.09.2010 10:30 Gottesdienst Predigt: Benjamin Bürger

Stille – eine Bereicherung für unser Leben PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Karin Popp   
Mittwoch, den 24. Februar 2010 um 11:09 Uhr

Ein neues Jahr hat begonnen und ist nun schon einen Monat alt. „Kinder, wie die Zeit vergeht“, denkt sich so mancher. Wir haben zurückgeblickt und das alte Jahr 2009 Revue passieren lassen. Viele Ereignisse haben dieses alte Jahr geprägt. - Und das Neue? Was wird sich wohl alles ereignen?

Jeder Einzelne von uns steht in einer anderen Lebenssituation. Bei den Meisten von uns herrscht rege Betriebsamkeit. Unser Alltag ist geprägt von wenig Ruhe und viel Arbeit. Vieles verlangt unsere ganze Aufmerksamkeit und Zeit: die Familie, Arbeitsstelle, Freunde, Gemeinde, Schule, Kinder, Hobbys und noch mehr. Wir Menschen sind heutzutage eingespannt in ein Netz von vielen Aktivitäten. Und zur Ruhe zu kommen ist gar nicht mehr so einfach. Dabei ist es so wichtig, sich nicht getrieben von Sachen durch den Alltag zu bewegen. Es ist wichtig, auch mal zur Ruhe zu kommen. Wir brauchen Stille - mitten in unserem Lebensalltag!

Schon im Alten Testament lesen wir von den Schreibern der Psalmen, wie sie ihre Lasten vor Gott ablegten, dort zur Ruhe kamen und sie, in dieser Stille vor Gott, seine Gegenwart, Trost und Zuspruch erfahren durften.

Auch Mose hatte, nachdem er aus Ägypten geflohen war, stille Jahre der Vorbereitungszeit. Dort, unter den Medianitern, veränderte Gott sein Herz. Aus einem herrschenden Mann, der auf seine eigenen Fähigkeiten baute, wurde ein demütiger Mann Gottes, den Gott für seinen Auftrag, das Volk aus Ägypten zu führen, gebrauchen konnte.

Bei Elia lesen wir, wie er sich beim Kampf gegen die Baalspriester, im Dienst für Gott, total verausgabt hat. Ausgebrannt und voller Angst lag er depressiv in der Wüste und wollte nur noch sterben. Gott versorgte ihn mit Essen und Schlaf. Er kam zur Ruhe. Ausgeruht begegnete Gott ihm etwas später auf einem Berg. Er begegnet ihm nicht im Sturm, Erdbeben, Feuer, nicht in gewaltiger Kraft - sondern es kam ein stilles, sanftes Sausen (LUT). Dieses sanfte Sausen kann man auch mit leises Streicheln übersetzen. Und Gott begegnete Elia. Er gab ihm neue Kraft, richtete ihn neu aus und gab ihm einen neuen Auftrag.

Schauen wir uns Jesus an. Jesus lebte in Achtsamkeit und Vertrauen seine Beziehung zum Vater. Er lebte in einem Wechsel zwischen Arbeit/Dienst und Zeiten der Zurückgezogenheit – Zeiten der Stille. Dort wurde er gestärkt, bekam auch neue Ausrichtung was als nächstes dran war. Dort konnte er aber auch seine Enttäuschung, seine Traurigkeit, seinen Schmerz loswerden und Gottes Gegenwart genießen und Trost erleben. Gott war für ihn die Quelle, zu der er jederzeit kommen und schöpfen konnte. Bei Gott, in der Stille, tankte er auf, bekam er neue Kraft, wurde er gefüllt bis zum Überfließen. Gestärkt ging er dann wieder unter die Menschen und konnte ihnen dienen.

Und dieses Still werden vor Gott ist auch für uns wichtig. In dieser Stillen Zeit vor Gott, in seiner Gegenwart, erfahren auch wir seine Nähe, seine Berührung. Dort dürfen wir zur Ruhe kommen, dürfen neue Ausrichtung erfahren und werden von ihm ganz neu gefüllt mit seiner Kraft. Er gibt uns aus seiner Fülle all das, was wir zum Leben und zum Dienst brauchen. Er schenkt uns bei sich voll ein – überfließend voll ein. Und auch wir können dann gestärkt unseren Weg mit Jesus weitergehen.

Dieses Jahr wurde zum „Jahr der Stille 2010“ erklärt.

Es ist eine bundesweite Initiative von über 80 Kirchen, Gemeinden und Verbänden.  Der Trägerkreis schreibt:

Dieses Jahr lädt gezielt ein, Stille, begleitend in unser Leben zu integrieren. Es geht darum, achtsam zu werden für die Notwendigkeit der Stille und ihr Raum zu geben. Neue Formen zu entdecken und sie bewusst im Rhythmus des Alltags zu leben. Es will Aufmerksamkeit schaffen für einen Wert, dessen Wichtigkeit wir alle betonen – dessen konkrete Praxis wir aber oft vernachlässigen. Es geht darum, dass wir Formen entdecken, die zu uns passen, denn Stille und Aktion gehören zusammen.

Info: www.jahrderstille.de

Es geht nicht um ein Jahr „ohne“, sondern um ein Leben mit der Stille!

Für Jesus waren diese Zeiten in Gottes Gegenwart – in der Stille mit seinem Vater – absolut kostbar und wichtig. Er ließ sich diese Zeiten nicht rauben. Und von ihm dürfen wir lernen. Auch für uns sind diese Zeiten in der Stille vor Gottes Thron lebensnotwendig und bereichernd.

Lasst uns ganz bewusst solche Zeiten der Stille in unserem alltäglichen Leben einbauen

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 13. April 2010 um 13:09 Uhr
 
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